Bin ich es wert? Wie familiäre Prägungen unseren Selbstwert beeinflussen

Aktualisiert: 4. Sept.
In diesem Artikel geht es um das Heranwachsen eines Menschen aus systemischer Perspektive.
Woher kommen unsere Muster?
Erziehen = Althochdeutsch: irziohan (herausziehen, emporziehen), Lateinischer Einfluss: ēducāre (großziehen, ernähren, pflegen) (Wikipedia).
In den letzten Jahrhunderten ging es beim Kinderbekommen in der Tat mehr um den Erhalt einer Sippe und das Durchbringen eines Kindes, ohne einen frühzeitigen Tod. Ernährung war in Zeiten des Krieges und der Hungerkrisen schon das grösste Geschenk und Liebe oftmals ein seltenes Gut.
In der Schweiz gab es die sogenannten „Verding Ching“. Wikipedia beschreibt: „Das Verdingwesen gab es in der Schweiz vor allem vom 19. Jahrhundert bis ins Jahr 1981 (mit Wurzeln bis ins frühe 19. Jahrhundert um 1800). Hunderttausende armutsbetroffene, Witre oder uneheliche Kinder wurden von Behörden an Pflegefamilien oder Bauernhöfe vermittelt und dort oft als billige Arbeitskräfte genutzt.“
Hatte eine Familie zu viele Kinder und brauchten sie Geld, verkauften sie sie. Es war oft der einzige Weg zu überleben und weniger Kinder versorgen zu müssen. Dieses Phänomen gab es wohl in allen Ländern. Frankreich nannte sie enfants du bagne und im Dachraum oft Schwabenkinder. Aus den Geschichten von Astrid Lindgren kennen wir die „Fremdplatzierung“ der Armeleutekinder, was uns sagt, dass auch die Menschen in Schweden diesen Vorgang kannten.
Bis 1981 schreibt das Internet, hiess es in unseren Regionen, „ein Leben für das Andere“.
Das war quasi gestern, wenn man bedenkt, dass uns die Vorleben unserer Ahnen und deren gespeicherte Überlebensmuster von mindestens 7 Generationen in den Genen stecken (Epigenetik).
Hierbei lösen sich alte Ängste nicht automatisch auf, sondern sie werden reproduziert, bis ein Mensch das nötige Bewusstsein erreicht und merkt, dass der Kontext zwar anders ist, aber sie oder er in den gleichen Handlungs- und Angstmustern der Vorfahren lebt. Hierbei bekommen wir natürlich auch Talente unserer Ahnen weitervererbt. Die Max-Planck-Gesellschaft beschreibt das Phänomen wie folgt: „Epigenetische Merkmale überspringen oft eine Generation, weil der Körper bei der Bildung von Samen- und Eizellen eine strikte ‚Löschung‘ vornimmt. Diese biologische Programmierung entfernt die meisten chemischen Markierungen. Erst wenn neue Umwelteinflüsse oder Rest-Markierungen diese Barriere umgehen, taucht das Merkmal später wieder auf.“
Hierbei reden wir nicht nur von Zwillingsgeburten und Krankheiten, nein, auch Magersucht, Bulimie, psychische Krankheiten und Süchte jeder Art können weitervererbt sein.
Der Bezug zu Geld, Reichtum / Armut, Selbstwert, Liebespartnern und vielem mehr wird schlichtweg weitervererbt.
Wie viel können wir mitentscheiden?
Die Frage stellte sich mir schon oft und ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass auch das eine Frage des eigenen Bewusstseins ist. Denn wenn wir zur Welt kommen, wollen wir erstmal nur eines. Dazugehören und überleben. Der kleine Mensch ist wie ein Schwamm, der das Verhalten der Erwachsenen einfach imitiert. Sie hören nicht auf das, was wir ihnen sagen, sondern auf das, was wir ihnen vorzeigen.
Ohne Bewertung sieht und imitiert ein Kind die äussere Welt. Hierbei kann es vorkommen, dass sich ein Kind stark mit einer Bezugsperson identifiziert. Innere Glaubensmuster wie: „Ich nehme es dir ab. Ich mache es für dich.“ können dann entstehen denn das Kind möchte ebenfalls sicherstellen dass es dem Elternteil gut geht.
Dies passiert unterbewusst und kann dazu führen, dass sich Kinder an die Stelle des abwesenden – hierbei meine ich auch energetisch nicht verfügbaren – Vaters oder der Mutter stellen und somit selbst gar keinen Platz haben für einen Partner. Denn sie fungieren dann mit Aufgaben eines Vaters oder einer Mutter im Familiensystem.
Auch wenn ein Partnerwunsch dann ausgesprochen wird, braucht es doch auch das bewusste Loslassen der „Partnerrolle“ neben dem Elternteil.
Das kann passieren wenn Vater oder Mutter selbst keine Vater oder Mutterrolle hatten. Im Leben zeigt sich dass auch durch ein Elternteil was immer arbeiten ist oder einfach nicht verfügbar wirkt.
Wie man das merkt?
Wenn dich deine Eltern wütend machen, ist das ein Zeichen, dass es eine Platzverschiebung innerhalb der Rollen im Elternhaus gibt. Das kann extreme Auswirkungen auf dein jetziges Leben haben. Deine Partnerwahl, deine Möglichkeiten, dein Leben frei nach deinem Wunsch zu gestalten. Eine Wut auf Elternteile kann natürlich auch noch andere Beweggründe haben.
Als Test frage dich – kann ich ruhigen Gewissens zu meinen Eltern sagen:
„Mama/Papa, ich traue es dir zu. Du übernimmst Verantwortung für dich und dein Leben und ich übernehme Verantwortung für meins.“ Wenn wir Alkohol und Zigaretten als Regulationstechniken nutzen, wird ein Kind, wenn es jugendlich ist, genau dieses Verhalten imitieren. Denn auch wenn sie noch so cool tun ;) sie wollen Erwachsen werden und zu den „Grossen“ gehören. Dazu versuchen sie, unser Verhalten in ihrer Interpretation nachzumachen.
Wenn der engste Umkreis den Kindern ein „Opferbewusstsein“ vorlebt – also immer die Anderen an allem Schuld sind –, dann wird „Ich war es nicht“ der Standardsatz eines Heranwachsenden. Wenn wir ihnen Selbstverantwortung und Disziplin, Neugier und Interesse vorzeigen, werden sie diese Eigenschaften interessieren.
Dieser Beitrag soll kein Frontalangriff sein, sondern zur Reflektion anregen.
Wenn du dich in dieser Beschreibung wiederfindest, dann lebst du höchstwahrscheinlich einen Lebensstil, der sehr erschöpfend ist. Unser Körper / Geist system versucht immer ein Gleichgewicht zu erschaffen. Kein Verhalten ist Nutzlos. Alles hat einen Grund.
Doch bei Strategien die auf Dauer schädlich für den Körper oder andere Personen sind lohnt sich das Hinschauen und Erkennen, dass es immer auch andere Möglichkeiten geben würde.
Nehmen wir nur mal das Beispiel des gesellschaftlich anerkannten Alkohols. Nein zu sagen zu dem Feierabendbier kann manchmal sehr anstrengend sein. Oder wir wissen selbst nicht, wie wir mit herausfordernden Situationen anders umgehen sollen. Diesen Mangel an Möglichkeiten geben wir dann an die weiter, die uns zugucken. Denn sie wollen so werden wie wir. Wenn wir das erkennen, können wir uns im Loslassen üben und alles Nötige lernen, was uns den Weg zu den Erlebnissen ebnet, die wir wünschen.
Woher kommt der Mangel?
Ganz plump ausgedrückt: Der Mangel kommt von der Perspektive. Ein grosser Zweck der Medien ist, uns das Gefühl zu geben: „Ich habe noch nicht genug.“ Und die Welt ist voller Krieg. Achso und du solltest schneller, reicher und durchtrainierter sein.
Aus systemischer Sicht wurde uns der Mangel aber auch in die Wiege gelegt.
Als Ur-Sicherheitsfunktion des Stammhirns erinnert uns ein integrierter Fehlerscanner daran, ständig nach möglichen Gefahren zu suchen.
Wenn uns NICHT bewusst ist, dass wir also ein extra Auge auf das Schöne in der Welt haben müssen, leben wir mangelgefährdet.
Ein Beispiel aus der Fahrschule
Wenn bei Nacht ein helles Aufblendlicht entgegenkommt, soll man leicht Richtung Leitplanke gucken und möglichst NICHT ins Licht – denn man zieht dann automatisch das Lenkrad Richtung Gegenverkehr. Genau das passiert im Alltag. Wenn du schaust, was gut funktioniert und was gut ist, wirst du in die Richtung gehen. Das Leben wertet nicht. Schaust du in die Scheinwerfer, zieht es dich dorthin bis zum Aufknall. Wie im oberen Teil beschrieben bedeutet das genetische Familiensystem aber auch, dass für uns unsichtbare Kräfte Wirkung entfalten. In uns sind Informationen gespeichert, die ihren Ausdruck einfordern.
Das Leben annehmen
Einige Menschen scheinen so verstrickt mit der Herkunftsfamilie und den darin enthaltenen Schicksalen oder fragen sich viel, was sie hier eigentlich machen. Auch dieses "Nie ganz auf der physischen Welt ankommen" kann Systemisch/energetische Hintergründe haben. Wenn du dich hier wiedererkennst schreibe mich gern an. Wie vieles, ist dieses Thema sehr individuell anzugehen.
Wenn unsere Eltern etwas nicht leben. Sei es Beziehung, Reichtum oder Gesundheit, macht das Kind es ihnen nach. Ich weiss, manchmal klingt das so absurd. Niemand ist absichtlich krank oder findet keinen Partner. Doch die Bande, die wir zu unserer genetischen Familie knüpfen, sind sehr stark und unsichtbar.
Erst wenn DU entscheidest, dass du es anders machst und dir die Erlaubnis erteilst, eigene Wege zu nehmen, dann wirst du frei.
Dabei gehört es dann auch dazu, den anderen ihr Schicksal zuzutrauen.
Meckern hilft nicht. Nur Handlungen zählen.
Manchmal sind es mehrere Anläufe, aber es lohnt sich doch immer. Das Leben bedeutet Entwicklung. Es war nie dafür gemacht " Alles erreicht" zu sein.
Diese Grundhaltung ist dafür wichtig:
„Ich nehme das Leben an.“
Mit all dem, was es mir zeigt.
Für all das, was es mich schon gekostet hat und für all das, was es meine Familie gekostet hat.
Das ist der Leitsatz. Es gibt viele Menschen, die nicht lebendig sind. Vllt. nie gelebt haben, aber Angst haben vor dem Tod. Dabei ist er uns allen sicher. Aber das Lebendigsein kostet Mut! :)
Aggressive Kinder
Wenn Eltern sich untereinander nicht achten können, hat das sicher Gründe. Doch ein Kind kann nichts dafür. Das Kind ist Vater, Mutter und natürlich sich selbst. Wenn es den Vater oder die Mutter ablehnen muss, um dazuzugehören, lehnt es immer auch sich selber ab. Wer sich selbst ablehnt, zerstört. Sich selber oder irgendetwas anderes.
Franz Rupert schreibt in seinem Lexikon über das Familienstellen ganz einfach:
„Kinder lernen die Achtung vor Frauen bei ihren Vätern. Gleichzeitig achten Kinder die Eltern dann, wenn die Eltern sich gegenseitig achten.“
In von Aggressivität geprägten Familiensystemen achten sich Männer und Frauen nicht."
Mit Aggressivität ist hier auch der Sprachgebrauch gemeint. Franz Rupert spricht über die Achtung zu Frauen. Respekt und achtung kommt immer aus dem Herzen. Wenn ich jemanden auf ein Podest stelle, achte ich diese Person nicht, doch wenn ich sie abwerte ebenfalls nicht.
Das ist ein sehr komplexes Thema, dem ich sicher in diesen wenigen Sätzen nicht geracht werden kann doch Mann wie auch Frau in der Beziehung zu achten kann uns viel abverlerngt. Dabei setzen wir hier die Marker für die Zukunft der ganzen Welt.
Wenn Kinder eine "grundlose" Agressivität vorweisen lohnt sich der Blick auch zurück in der Ahnenreihe. Da Kinder das letzt Glied im Stammbaum sind, zeigen sie unverarbeitete oder "Todgeschwiegene" Themen auf und sind häufig mit diesen Verstrickt.
Die Arbeit mit "Genogrammen" hier Aufschluss geben. Kinder verändern sich dann häufig, da durch die Erkenntnisse Erlösung im System geschiet und sie bestimmte Gefühle nicht mehr auf sich tragen müssen.
Was heisst das konkret?
Wenn Mutter oder Vater sich im Laufe der Beziehung so entwickelt haben, dass sie der Familie schaden, dann kann dies auch begleitet werden. Ein Kind muss wissen, dass da zum Zeitpunkt der Zeugung Liebe war. Die Elternteile sollten sich dann unbedingt Unterstützung holen, damit sie mit diesem grossen Schmerz nicht alleine sind.
Ich persönlich finde es ganz normal, dass ein Schmerz sich irgendwie ausreinigen will.
Man kann sich ja nicht nur kontrollieren. Eine gesunde Konfliktkultur und Streit dürfen dazugehören und sind normal doch nicht nur aneinander.
Ansonsten drückt man den Schmerz mit Sport, Alkohol oder Zigaretten weg. Unser System macht nie etwas ohne einen Nutzen dahinter. Ein Streit vor einem Kind wird in diesem immer eine Angst auslösen. Denn die Eltern sind deren sicherer Hafen. Daher möchte ich mit dem Text aufmerksam machen WIE wir uns als "Vorbilder" und Eltern zeigen und ob wir den Heranwachsenden die Möglichkeit geben zu verstehen wie sie selber mit Emotionen umgehen können.
Liebende Menschen "runterzumachen" und zu beleidigen oder jmd aufzuhetzen, sollte dabei nie eine Möglichkeit sein. Auch wenn man einem Kind erklärt, dass eine Beziehung harmonisch sein kann und Mama und Papa sich lieb haben oder das Kind lieb haben – wird es hier seine Streit und Konfliktkultur lernen. Auch wie es mit unstimmigkeiten als Erwachsener umgeht.
„Beziehung bedeutet lauter Streit.“
Oder: „Beziehung bedeutet das Gefühl von Trauer – Schwere usw.“
Eltern wären also theoretisch verantwortlich, einem Kind zu zeigen, dass auch wenn ein Verhalten schmerzvoll ist, man gleichzeitig auf Augenhöhe bleiben kann. Das geht nicht immer. Wenn wir erwachsen werden ist es nicht mehr die Schuld der Eltern. Dann ist es an dir hinzuschauen und das Thema aufzulösen
Nehmen wir das Beispiel eines alleinerziehenden Elternteils. Franz Rupert schreibt im Lexikon des Familienstellens: „Die Tatsache, dass ein Elternteil ein Kind allein erzieht, kann die Folge einer Trennung oder Scheidung sein. Wenn sich beide Elternteile mit Respekt begegnen und das Kind zu beiden gehen kann, gibt es keine gravierenden Konsequenzen im System.“
Es kann aber auch eine freiwillige Entscheidung gewesen sein, z. B. wenn die Frau den Mann dazu benutzt hat, Kinder zu bekommen, aber keine Partnerschaft mit ihm wollte oder ein Elternteil alle Kontakte zum anderen Elternteil abgebrochen hat. Solche Fälle sind ein Verstoß gegen die systemische Ordnung: Kindern wird Unrecht getan, wenn ihnen z. B. der Vater vorenthalten wird. Und auch die Mutter.
Lösungsansatz
Selbst wenn ein Elternteil wenig oder nichts vom anderen Elternteil weiss, sollte er dafür Sorge tragen, dass das Kind ein gutes Gefühl hinsichtlich seiner Abstammung entwickelt. Dies gilt auch für früh verstorbene Väter oder Mütter, indem z. B. die Mutter versucht, den verstorbenen Vater zu „erhalten“.
In einer Aufstellung sollte der fehlende Elternteil – oft der Vater – geachtet werden und seinen Platz im System zurückbekommen. Mir ist bewusst, dass das nicht so einfach ist. Aber es kann Realität werden wenn wir uns dem eigenen Schmerzkörper stellen. Wenn auch Erwachsene lernen, ihre Emotionen wahr und ernst zu nehmen und vor allem damit lernen umzugehen.
Denn in all den Jahren Nachkriegszeit hiess es Überleben. Da war kein Raum für Gleichberechtigung und Augenhöhe. Gleichzeitig stehen wir an der Grenze zu einer neuen Realität und es ist deine Entscheidung, welchen „Normalzustand“ Du für unsere Nachfahren und vor allem für DICH erschaffst.
Vertrauen
Diesem Prozess liegt ein wichtiger Punkt zu Grunde:
Vertrauen.
Vertrauen in das Leben.
Vertrauen in dich selber.
Vertrauen in andere Menschen.
Es ist keine Seltenheit, dass uns schon bei der Geburt das Ur-Vertrauen genommen wird.
Forschungen beweisen, dass das Unterbewusstsein schon im Bauch der Mutter notiert, was das Leben da draussen bedeutet und die Form der Schwangerschaft Auswirkungen auf die Zukunft des Babys haben kann. Das Gefühl des Urvertrauens ist sehr wichtig für jeden Heilungsvorgang und den Aufbau einer guten Zukunft. Denn wenn wir Vertrauen haben, fühlen wir Sicherheit und wir wissen, dass auch im Falle eines Konfliktes unser eigener Wert als Mensch nicht aberkannt wird.
Vertrauen muss manchmal zurückerobert werden und es kann ein langer Weg sein. Doch es gibt Wege und wenn es dir gerade an Vertrauen fehlt. Ob in dich selbst oder das Leben, dann sammel genug Kraft um, um Hilfe zu bitten. Denn es wird sich lohnen.
Was ist jetzt mein Wert
Nicht jede:r ist gleich und in unserer Unterschiedlichkeit liegt in meiner Wahrnehmung auch unsere Stärke. Wenn wir uns diese Differenzierung beibehalten können und jede/r zu seinen eigenen Wünschen und Herausforderungen Sorge trägt, haben wir gute Chancen, uns als Menschheit weiterzuentwickeln.
Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass wir erst zu unserer ureigenen Soseins Struktur finden, wenn wir Masken und aufgetragene Rollenbilder fallenlassen. Was mein Platz in dieser Welt ist erfahre ich erst wenn ich meinen Begabungen Raum gebe und mich traue anders zu sein.
In diesem Beitrag schreibe ich über das Familiensystem als Ökosystem. Dieses System versucht einen Ausgleich zu schaffen, was die Balance des Gesamten sichert. Das bedeutet also, dass es eine Verschiedenheit benötigt. Familienmitglieder sind deswegen so unterschiedlich weil die Unterschiedlichkeit einen Fortbestand sichert. Können wir uns dafür schätzen oder anerkennen ? Kann es ok sein, den Anderen oder die Andere nicht zu verstehen und durch Nachfragen dazuzulernen?
"Wer bin ich und was kann ich?", ist eben eine riesengrosse Frage.
Ein Glück, dass es viele Werkzeuge gibt, die Klipots um uns abzuschälen und uns helfen in Leichtigkeit mit unserem höchsten Potential auf dieser Welt unterwegs zu sein. (Der Begriff Klipot (auch Kelipot oder Qliphoth, Einzahl: Klipa) stammt aus der jüdischen Mystik, der Kabbala. Wörtlich bedeutet das hebräische Wort „Schalen“, „Hüllen“ oder „Rinden“. Sie sind ein Metapher für die Barrieren, die das wahrhaftige Licht vor der Schöpfung verbergen.
– Zitat Wikipedia)
Das klingt jetzt vllt etwas abgehoben. Doch auch unsere Urkulturen haben sich bereits mit diesen Themen beschäftigt. Viele Weisheitslehren wurden Jahrhundertelang nur an bestimmte Menschen weitergegeben. Die Zeit in die wir jetzt leben ermöglicht viel mehr Menschen den Zugang zu verborgenem Wissen und auch zu Heilung.
Kurzum. Ich glaube, dass jedem Menschen grosses Potential zur Verfügung steht und jede:r eine Aufgabe hier hat. Auf welcher Oktave wir das Leben hier leben ist unsere eigene Entscheidung. Aber wir alle wissen tief innerlich, wenn es eigentlich Zeit wäre hinzuschauen und ein Thema loszulassen um wieder neu und "mehr man selbst" zu werden. Fakt ist, dass wir zum Wohle des Familiensystems unseren eigenen Wert opfern ob bewusst oder unbewusst. oftmals bewerits als Kind, weil wir uns die Schuld geben für etwas, was nie eine SCHULD.
Das war ein langer Beitrag. Ich danke dir, wenn du bis hierher gelesen hast. Ich habe Wochenlang immer wieder daran geschrieben weil mir bewusst ist, dass dieser Text eine Sichtweise auf eine so komplexe Welt ist. Wenn dich etwas besonders interessiert und du wissen möchtest, wie es in genau deinem Fall zu betrachten gilt, dann lass uns dein Thema in einem Termin anschauen und deine Wahrheit und DEINE Lösungswege angehen.
In Liebe
Louisa
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