Systemische Aufstellungen und Essverhalten: Was Körperbild und familiäre Muster miteinander zu tun haben.

Aktualisiert: 5. Sept.
Ich war im Podcast "Peaceful Body, Nourished Soul – Eine Reise zur Selbstliebe mit Grace" zu Gast und wir sprechen darüber, wie systemische Aufstellungen neue Perspektiven auf unser Essverhalten, unsere Beziehung zum Körper und familiäre Prägungen eröffnen können.
Wenn hinter einem Thema mehr steckt, als wir zunächst sehen
Warum fällt es uns manchmal so schwer, Frieden mit unserem Körper zu schließen? Warum wiederholen sich bestimmte Muster rund um Essen, Kontrolle oder das eigene Körperbild, obwohl wir längst verstanden haben, dass sie uns nicht guttun?
Nicht auf jede dieser Fragen gibt es eine einfache Antwort.
Manchmal lohnt es sich, den Blick zu erweitern und nicht nur darauf zu schauen, was heute sichtbar ist, sondern auch darauf, welche Erfahrungen, Beziehungen und familiären Dynamiken im Hintergrund eine Rolle spielen können. Genau darüber durfte ich mit Grace in ihrem Podcast "Peaceful Body, Nourished Soul – Eine Reise zur Selbstliebe" sprechen.
Hier gelangst du direkt zur Folge auf Spotify: https://open.spotify.com/episode/1NmgTUAJuqB5Y8hikiTlHr?si=c16b3198db2c443d
Was systemische Aufstellungen sichtbar machen können
Ein Schwerpunkt unserer Unterhaltung ist die systemische Aufstellungsarbeit im Zusammenhang mit Mustern im Essverhalten. Dabei geht es darum, dass das Essverhalten nicht nur abgeschaut wird sondern auch als Regulationsmechanismus dafür dient, wie wir Beziehung erleben.
Ess - und Brechsucht, Magersucht oder auch das "nicht stoppen können" beim Essen haben tiefe Bedeutungen. Es hat hier gar nichts mit persönlichem Kontrollverlust zutun!
Grace und ich sprechen über persönliche Erfahrungen mit diesem Thema und ich berichte Aufstellungsvokabular in Bezug auf unsere Nahrungsaufnahme.
Denn nicht zuletzt geht es beim zu sich nehmen und Innebehalten von Nahrung auch um unser Energiemanagement und wie wir Liebe betrachten und erleben. So wie wir das Essen in unserer Kindheit lernen und erleben, ist oft ein Anker für unser ganzes Leben. In stressigen Situationen werden wir immer wieder hierrauf zurückgreifen und die Nahrungsmittel, die wir mit Emotionen verknüpft haben, werden uns begleiten, jeh nachdem wie wir diese Emotionen und Anker in unserem Leben gerade haben wollen. Diese Muster werden unbewusst abgespielt oder können bewusst eingesetzt werden.
In einer Aufstellung können ganz unterschiedliche Aspekte eines persönlichen Themas betrachtet werden. Das können beispielsweise Beziehungen und familiäre Dynamiken sein, aber auch das eigene Essverhalten, die Beziehung zum Körper oder bestimmte wiederkehrende innere Konflikte.
Dabei geht es nicht darum, vorschnelle Erklärungen zu finden. Vielmehr können neue Perspektiven entstehen und Zusammenhänge sichtbar werden, die vorher vielleicht schwer greifbar waren.
Wenn der Körper Teil unserer Geschichte wird
Unser Körper begleitet uns durch alle Erfahrungen unseres Lebens. Manchmal zeigt sich über ihn etwas, für das wir noch keine Worte gefunden haben. Anspannung, Rückzug, Kontrolle oder bestimmte Verhaltensweisen können sehr unterschiedliche Hintergründe haben.
Im Gespräch sprechen Grace und ich deshalb auch darüber, wie wichtig es sein kann, den Körper nicht als Gegner zu betrachten, sondern neugierig zu fragen: Was könnte hinter dem stehen, was ich gerade erlebe?
Diese Frage kann einen ganz anderen Blick auf das eigene Essverhalten und Körperbild eröffnen.
Welche Rolle spielen familiäre Prägungen?
Auch unsere Familie und die Erfahrungen früherer Generationen können Teil einer systemischen Betrachtung sein.
In der Aufstellungsarbeit schauen wir deshalb unter anderem darauf, welche Rollen, Dynamiken oder Muster innerhalb eines Familiensystems bestehen und ob diese möglicherweise mit dem eigenen heutigen Erleben in Verbindung stehen.
Dabei geht es nicht um Schuld oder darum, jede Herausforderung auf die eigene Familie zurückzuführen. Es geht vielmehr darum, den eigenen Blick zu erweitern und zu erkennen, welche Geschichte zu mir gehört und welchen Weg ich heute selbst wählen möchte.
Über Selbstliebe, Veränderung und einen anderen Blick auf dich selbst
Unsere Unterhaltung führt schließlich auch zu der Frage, was eigentlich passiert, wenn wir beginnen, anders auf unseren Körper und unsere bisherigen Verhaltensweisen zu schauen. Vielleicht muss Veränderung nicht immer damit beginnen, etwas an uns loswerden zu wollen.
Vielleicht beginnt sie manchmal damit, neugieriger zu werden. Zusammenhänge zu verstehen. Den eigenen Körper wieder wahrzunehmen. Und sich selbst mit etwas mehr Mitgefühl zu begegnen. Genau darüber sprechen wir in dieser Folge sehr persönlich und aus unterschiedlichen Perspektiven.
Hier gelangst du direkt zur Folge auf Spotify: https://open.spotify.com/episode/1NmgTUAJuqB5Y8hikiTlHr?si=c16b3198db2c443d
Vielleicht möchtest du danach noch genauer hinschauen
Was bedeutet das für deinen eigenen Weg?

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